Uschi Zietsch

Uschi Zietsch
Schriftstellerin, Reisefotografin, Verlegerin


Über mich

«Zauberspiegel»
«Bibliotheka Fantastika»
«Fanseite auf Nefhithiels Bücherwelt»

Ich wurde 1961 an einem heißen 3. August in München geboren. Am Stadtrand im Münchner Westen, mitten im Wald, bin ich aufgewachsen, in einem traumhaften, großen alten Garten, in dem sich sprichwörtlich Fuchs und Hase Gute Nacht sagten, und die Rehe dazu. Kein Wunder, dass aus mir kein Stadtmensch wurde.

Mit drei Jahren begann ich meine ersten Geschichten zu erzählen. Ich konnte es kaum erwarten, endlich sechs zu werden und in die Schule zu dürfen, um Lesen und vor allem Schreiben zu lernen. Die Folge war, dass ich die Schulhefte viel lieber mit unglaublichen Geschichten füllte, die ich angeblich erlebt hatte, anstatt mit Rechenaufgaben. Unterstützung fand ich von Anfang an in meinem Vater Friedrich Zietsch (bayerischer SPD-Finanzminister in den 50er Jahren), der ein absoluter Büchernarr war und mir die ersten Lektoratstipps gab, die ich heute noch beherzige.

Mein erster "richtiger" Roman war, was bei einem romantischen Mädchen, das Heldengeschichten liebte, nicht verwundern dürfte, eine Pferdegeschichte im Wilden Westen. Ich schrieb sie mit elf Jahren auf der alten Reiseschreibmaschine meiner Mutter. Jedes "e" verschmiert, jedes "o" ein Loch, und meine eher schwachen Handgelenke bedankten sich mit der ersten Sehnenscheidenentzündung. Na und? Nur ein leidender Künstler kann wahre Kunst vollbringen. Oder so.
Mit 14 gründete ich mit einem Schulfreund eine Schülerzeitung, in der wir Interviews, Artikel und Kurzgeschichten, alles in Eigenproduktion, veröffentlichten. Ich schrieb damals sehr sozialkritisch, aber nicht nur über die Jugend, sondern auch über das Älterwerden und die Akzeptanz in der Gesellschaft. Unsere Mitschüler fanden unsere Schreibe gut, aber zu ernst, und Comics waren auch keine drin. Nach ein paar Ausgaben stellten wir die Zeitung ein.

1978 verschickte ich meinen ersten 1000-seitigen Fantasywälzer an verschiedene Verlage und bekam sofort eine Menge Resonanz. Das Manuskript wurde zwar nicht verlegt, weil es zu umfangreich war und von einer Anfängerin stammte, es "fehlte einfach was", wenn auch keiner genau sagen konnte, was. Aber es verhalf mir zu Kontakten und persönlichen Gesprächen mit Lektoren, die mir viele Tipps und Hinweise zum Handwerk gaben und mir den Weg zum Profi wiesen.
1980 machte ich mein Abitur und nahm halbherzig ein Studium auf, zuerst Rechtswissenschaft, dann Theaterwissenschaft, Geschichte und Politik. Aller sehr interessant, aber mir zu theoretisch: Ich wollte schreiben. Ich wollte erzählen. Ich wollte direkt im Leben sein.

1983, wir waren schon verheiratet, ging uns das Geld aus. Ich entschied mich für den Broterwerb, während mein Mann noch weiterstudierte und an den Wochenenden und abends jobbte. Während seiner häufigen Abwesenheit schrieb ich.

Im Dezember 1984, wie ein Weihnachtsgeschenk, traf ein Brief des Wilhelm Heyne-Verlags ein, unterschrieben von Wolfgang Jeschke: Mein Fantasy-Roman "Sternwolke und Eiszauber" war angenommen und sollte 1986 erscheinen. Zuerst war ich geschockt, dann konnte ich es nicht glauben, dann war ich euphorisch und zuletzt panisch. Natürlich hatte ich darauf hingearbeitet und mich danach gesehnt, aber nach jahrelangem zähem Kampf in einem hart umkämpften, kleinen Markt wagt man kaum mehr zu hoffen - auch wenn man nicht aufgibt.

Das Buch erschien und lief gut, ich bekam begeisterte Briefe. Also legte ich mein nächstes Buch, "Der Traum der Wintersonne" vor, das eine geradezu euphorische Lektoratsbesprechung bekam. Leider war der Zeitpunkt ungünstig. Der Verleger, Rolf Heyne, entschied sich damals - wie die meisten Verlage mit Phantastik-Programm - für Programmkürzungen, und als erstes wurde der Rotstift bei Fantasy & Science Fiction bei den deutschsprachigen Autoren angesetzt. Man setzte mehr auf bewährte englische Lizenzen mit Erfolgsautoren hauptsächlich in den Staaten, und natürlich Serien.

Also gut, sage ich zu meinem besten Ehemann, dann machen wir's halt selbst. Zuerst hält er mich für verrückt. Dann begeistert er sich dafür, und Fabylon-Verlag, der Verlag mit dem Faible fürs Fabelhafte, wurde Mitte 1987 aus der Taufe gehoben. 1988 startete das Programm. Dann ging es Schlag auf Schlag. Auf der Buchmesse 1991 kam ich mit Werner Fuchs von FanPro, der seinen Stand gegenüber meinem hatte, ins Gespräch. "Du", sagte er, "ich würde gern Romane zum Rollenspiel Das Schwarze Auge herausbringen. Wäre das nicht auch was für dich?" Klar. Eine Stunde später hatte ich eine Unterhaltung mit Dr. Florian Marzin, dem damaligen Chefredakteur bei VPM. Die Ära Perry Rhodan begann ...

Mitte 1996 machte ich mich selbstständig als freiberufliche Autorin. Ich gab zwar einen gut bezahlten Job auf, aber er machte keinen Spaß mehr, und mir wurde es auch zu viel, mindestens 43 Wochenstunden im Büro zu verbringen (dazu je eine Stunde Fahrtzeit) und dann abends und am Wochenende nach Termin zu schreiben. 2003 verließ ich das Perry Rhodan-Team, um mich wieder mehr auf eigene Projekte zu konzentrieren und auch den Verlag wiederzubeleben.

Bis September 2004 lebten wir in der Nähe von Augsburg, zusammen mit unserer inzwischen hochbetagten Hundedame Schnurzel, unserem Leguan Puxley und haufenweise Aquarien und Terrarien. Weil unsere beiden Pferde auch gern bei uns wohnen wollten, ergab sich unvermutet kurzfristig eine glückliche Fügung, als ich Ende Juli 2004 zufällig in einer Pferdezeitschrift eine Anzeige entdeckte, dass in der Nähe Memmingens ein kleiner Hof frei wäre. Umgehend angerufen, Hof angeschaut, und schon wenige Wochen später, am 20. September, sind wir umgezogen.

Unser Schnurzel, wohlbekannt auf vielen Cons und Lesungen, verließ uns am 1. November 2004 mit fast 15 Jahren. Sie hat den Umzug noch mitgemacht, und als wir unser kleines schwarzes Monster Anabell ins Haus brachten, hat sie sich um den Welpen gekümmert und der Kleinen alle Geheimnisse von uns verraten, bis sie sah, dass es nichts mehr zu tun gab und alles in Ordnung war, und friedlich Abschied für immer nahm. Anabellchen, der kleine Mops, hat im Handumdrehen alles übernommen und Ende März 2005 Sally "eingewiesen", eine junge Irish Wolfhound-Dame. Was Katzen betrifft, so traf als erstes Emily ein, eine kleine Tigerlady, die zunächst alles inspizierte und uns genau prüfte, bevor sie ihren kohlrabenschwarzen Bruder Lukas anschleppte.

Unsere kleine Sammlung von ca. 18 Oldtimer-Motorrädern, Mopeds, Mofas und Fahrrädern mit Hilfsmotor hat auch endlich ihren Platz unter unserem Dach gefunden, dazu zwei antike Kutschen. Nun kann in aller Ruhe restauriert und gebastelt werden.

Manche mögen sagen, so tief auf dem Land, in einem Dorf mit 150 Einwohnern und mindestens 350 Kühen, sei doch sehr abgeschieden. Aber wir haben hier unser kleines Paradies gefunden.
 

Die folgenden Bilder stammen aus meinem privaten Fotoalbum, ein kleiner Querschnitt:


Silvester 2005
Silvester 2005

Wir
Das sind wir im Sommer 2003

Schnurzel & Purrix
Schnurzel und ihr bester Freund Purrix, der inzwischen im Katzenhimmel weilt

Uschi 1991
Buchmesse 1991

Stammtisch-Palaver
Beim Münchner PR-Stammtisch "Ernst Ellert"
Mehr darüber: www.prsm.clark-darlton.de

Con Garching 2003
GarchingCon 2003 - ich habe diesen Con mitorganisiert

Schnurzel
Schnurzel, unsere Seele, von 1990 bis 2004 bei uns

Uschi

Mike & Touch
Der Rappe ist Mike, unser Traber, der Braune Touch, unser Appaloosa.
Zwei Freunde fürs Leben.

Puxley
Puxley, unser Grüner Leguan, der sich manchmal für einen Komodo-Waran hält

Inschi
Inschallah, unser erstes Pferd 1997

Uschi & William
So geht's zu auf einer Perry-Rhodan-Konferenz!

Kollegen
Liebe Kollegen des PR-Teams. Mehr darüber: www.perry-rhodan.net




September 2004 vor dem neuen Heim


Ein Baby-bel Möppelchen: Anabell mit 10 Wochen


Sally mit 5 Monaten


Schnurch!


Ratz!






www.uschizietsch.de Uschi Zietsch • Günztalstr. 13 • 87733 Markt Rettenbach